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Едуард Наудашер (1872-1945): Мемоари Печат Е-поща
Неделя, 10 Юни 2007г. 14:50ч.

Eduard Naudascher (1872-1945), der Autor dieser Memoiren, begann seinen Werdegang ohne Schulabschluss 15-jährig als einfacher Dammbaulehrling. Ab seinem 24. Lebensjahr bereits wirkte er mit als Brückenmontageleiter der MAN beim Bau der Bagdadbahn und der Eisenbahnnetze von Bulgarien und den Nachbarstaaten. In einer Zeit, als über Vorteile des "Eisenbetons" gerade erst berichtet wurde, sorgte er für die Einführung dieser Bauweise in Bulgarien. 1908 gründete er die Granitoid AG, die sich allmählich zum größten bulgarischen Industrieunternehmen seiner Zeit entwickelte. Wie vermochte er ohne Ingenieurstudium und ohne eigenes Kapital solch ein Lebenswerk zu schaffen?

Die Memoiren, originell und humorvoll geschrieben und von Einfallsreichtum, Erfindergeist, Mut und Unternehmenssinn zeugend, schildern den wahrlich ungewöhnlichen Lebensweg dieses Mannes. Mit großem Sinn fürs Praktische begabt, machte er bald leitende Ingenieure auf sich aufmerksam. Das nötige technische Wissen eignete er sich in Abendkursen und im Selbststudium an. Es fiel ihm schwer einzusehen, dass er nicht länger nebenbei Schauspielunterricht nehmen sollte, aber, so stellte er später fest, auch solche Eskapaden waren letztlich von Nutzen als "Schule für Hochdeutsch" und "die entgangene Kinderstube". 1928 wurde er zum deutschen Generalkonsul ernannt.

Mit seiner Frau Helene Elsener, Schwester des Gründers der Schweizer Messerfabrik, war er sich schon früh einig über die Devise "Sparen heißt Selbständigkeit". Und so ist sein Erfolg schließlich auch Folge einer ganz erstaunlichen Zusammenarbeit, bei der die Ehefrau sich nicht zu gut war, bei Quartiermangel Büffel- oder Pferdeställe wohnlich einzurichten. Bis zu ihrem Tod führten die Beiden ein anspruchsloses Leben. Sie wussten selbst nicht, wie wohlhabend sie waren, da der größte Teil ihres Vermögens aus Beteiligungen an den Unternehmen bestand, die nach 1944-1947 verstaatlicht wurden.

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