Sendung "Grenzenlos"

Ausgabe 29. März 2008 (55,6 Mb)

Bulgarisches Fußballturnier

Ein Fußballturnier wird in Köln veranstaltet. Eingeladen sind alle Fußballgruppen mit bulgarischer Beteiligung. Eine ähnliche Veranstaltung gab auch vor einem Jahr. Damals haben sich 16 Teams gemeldet. Statt den üblichen vier Gruppen je 4 Spiele, wurden diese in zwei Gruppen je 8 Mannschaften geteilt. So konnte jeder mindestens 7 Mal spielen. Der Anfang war um 8 Uhr, es wurde auf zwei Geländen gespielt und gegen 20 Uhr war der Schluss.

Am kommenden 24. Mai (Samstag) veranstanlten Yoncho Arsov und Hristo Dingosov das zweite Fußballturnier dieser Art, mit der Unterstützung der Stadt Köln. Mehr Information kommt demnächst auf der Internetseite www.bgturnier.com, Anmeldungen sind bis 1. Mai unter der E-Mail Addresse bgturnier@gmx.de sehr willkommen.

Radio Data System

Im 2002 wurden die Schilder aus den Autobahnen abmontiert, wo man die Frequenz für die Stauansagen sehen konnte. Mit dem Autofahrer-Rundfunk-Information wurden nicht hörbare Signale ausgestrahlt, so dass sich die Autoradios an Sender mit Stauansagen anpassen können. Ab und zu kommt ein Durchsagesignal. Die Radios können dann umschalten, so dass der Autofahrer informiert bleibt, ohne ständig die Sendung hören zu müssen. Sollte das Radio das ARI-Signal nicht unterstützen, kommt dann der Hinz-Tripper. Sein Erfinder, Werner Hinz, wollte ein Signal haben, welches die Radioaufnahmegeräte an den Raststätten automatisch steuert und gleichzeitig auch bei leisen eingestellten Radios auf die Ansagen aufmerksam macht.

Der Ohr reagiert darauf sehr empfindlich, daher erhöht sich die Aufmerksamkeit auch dann, wenn das Radiogerät das Signal nicht versteht und automatisch umschalten kann.

Neulich sieht man auf seinem Radiogerät das Wort „Querfunk“ ausgeschrieben, wenn man auf 104,8 MHz umschaltet. So kann das Radio leichter die Programme umschalten und der Hörer schneller den Sender feststellen.

„Schuld“ für die Anzeige hat das „Radio Data System“. Dieses wurde im 1983 vom Europäischen Rundfunkunion entworfen und vor genau 21 Jahre, am 1. April 1987 eingeführt. Mit diesem System wird auf die gleichen Frequenzen auch nicht-audio-Zusatzinformation übermittelt. So wird dem Autoradio mitgeteilt, auf welcher Frequenz es sich umschalten soll um das eingeschaltete Programm zu folgen, wenn das Auto ein Sendegebiet verlässt.

Im Radio Data System wurden viele tolle Konzepte vorgesehen. So konnte man dem Radioempfänger mit dem Signal PTY sagen, ob die Sendung über Pop-Musik, Jazz oder Nachrichten ist. Meistens wird jedoch das Signal statisch für die Frequenz festgelegt und nicht für jede Sendung einzeln geändert.

Dazu gab auch ein Signal zum Programmwechsel bei Notfall- und Katastrophenmeldungen. Diese Eigenschaft wurde aber nie benutzt, dafür aber missbraucht. Manche Sender haben das Signal PTY-31 ausgestrahlt und alle Radios haben dann auf dem Sender automatisch umgeschaltet um die Notfallmeldungen zu verfolgen. Es kamen dann keine Meldungen, sondern nur Hörer von anderen Sender wurden geklaut.

Dann gibt es ein Signal für Sender, welche keine Verkehrsinformation anbieten, aber wissen, wer das wann macht. So macht z.B. Deutschlandfunk-Kultur keine Stauansagen und verweist die Radiogeräte auf den Regionalsender. Bei so einem Signal schaltet das Radio für die Dauer der Nachrichten um und der Fahrer wird über die Verkehrslage informiert. Es ist auch möglich Meldungen für die Navigationssysteme zu verschicken. Dann wird direkt im Auto angezeigt wo es Stau gibt. Ähnlich zu Videotext gibt es Radiotext. Es werden Textnachrichten zeilenweise mit Information über den Sänger oder Kontakttelefon zum Radio ausgestrahlt. Zum Anzeigen von Radiotext braucht man oft ein externes Gerät. Nicht zuletzt erlaubt RDS dem Empfangsgerät die genaue Zeit anzuzeigen, oder sagt ob die Sendung mehr Musik oder mehr Text enthält.

Das Radio-Data-System hat zur Stilllegung der Auto-Radio-Information am 1. März 2005 geführt. Die ersten RDS-Sendergeräte waren der Blaupunkt „Montreux RDR 49“ und der Grundig „4970 RDS A“.

Zdrawetz

Schon 3 Jahre singt in Mannheim Chor „Zdrawetz“. Das sind bulgarische Studentinnen, die gerne Auftritte mit bulgarischen Liedern machen. Vanya Nikova beschäftigt sich mit dem Chor seit seinem Entstehen. Sie erzählt, woher der Name kommt, wie der Chor entstanden ist, wie neue Mitglieder gefunden werden.

Der Bundesgerichtshof und das Bundesverfassungsgericht

In unserer Stadt sind der Bundesgerichtshof und das Bundesverfassungsgericht. Als die Lage der Gerichte bestimmt wurde, wollte man durch die Entfernung von Bonn und Berlin zeigen, dass die Gerichte unabhängig von der Hauptstadt sind. Nach der Vereinigung sollte der Bundesgerichtshof nach Leipzip umziehen. Da die Richter dagegen waren, ist nur der fünfte Strafsenat von Berlin nach Leipzig umgezogen.

Der Bundesgerichtshof überprüft die Entscheidungen der einzelnen Gerichte im Bereich von Zivil- und Strafverfahren. Werden zwei verschiedene Gerichte in ähnliche Fälle zu verschiedenen Entscheidungen kommen, sorgt der Bundesgerichtshof, dass die Gesetzte bundesweit gleich angewendet werden. Ansonsten wäre die Arbeit der Gerichte nur auf Landesebene koordiniert. Im Gericht arbeiten Richter aus allen Bundesländern. Im Bundesgerichtshof gibt es eine öffentliche Bibliothek mit Rechtsmuseum.

Der Bundesverfassungsgericht gewährt die Grundrechte. Jeder, derseine Grundrechte verletzt fühlt, kann sich kostenfrei an dem Verfassungsgericht wenden. Man kann alles schreiben, geht es aber nicht um die Grundrechte, werden die Schreiben abgelehnt. Es gibt Leute, die jede zwei Wochen dem Gericht anschreiben, dass ihre Grundrechte verletzt wurden. Um Missbrauch zu vermeiden, kann der Gericht Gebühren in seltenen Fällen verlangen.

Beide Gerichte bieten gerne Führungen für Gruppen an. Zwei Wochen vor dem Termin muss die Liste der Teilnehmer feststehen.